Cornelius-Winkler
Hube Kemper

Berufsunfähigkeitsversicherung, private

Rechtsanwalt Cornelius-Winkler

Die private Berufsunf√§higkeitsversicherung bietet Schutz gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunf√§higkeit in Form einer monatlich zu zahlenden Rente des Versicherers, wobei regelm√§√üig eine Berufsunf√§higkeit von mindestens 50% vorausgesetzt wird. Die Berufsunf√§higkeitsversicherung, die isoliert oder als Zusatzversicherung zu einer Lebensversicherung abgeschlossen werden kann, ist unverzichtbar f√ľr Selbst√§ndige, wichtig aber auch f√ľr Arbeitnehmer, weil die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung heute in diesem Bereich nicht mehr ausreichend sind. Bei der Auswahl des richtigen Versicherers sollte man die Hilfe eines Versicherungsmaklers und soweit es im Einzelfall um komplizierte rechtliche Fragen geht die Beratung eines einschl√§gig versierten Rechtsanwalts in Anspruch nehmen. Ein reiner Preisvergleich ist nicht ausreichend, weil einige Versicherer Regelungen anbieten, die sich positiv von den Musterbedingungen des Gesamtverbandes des Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unterscheiden, manche aber auch hinter diese Bedingungen zur√ľckfallen. So verzichten manche Versicherer auf die Verweisung auf einen Vergleichsberuf, bieten eine Dynamisierung der Versicherungsleistung an und verzichten bei Selbst√§ndigen auf eine Umorganisation des Arbeitsplatzes. Eine Liste empfehlenswerter Anbieter erhalten Sie auf der Seite www.bundderversicherten.de, diese Empfehlung ersetzt aber ‚Äď insbesondere bei Selbst√§ndigen ‚Äď keine genaue Risikoanalyse und keine individuelle Pr√ľfung des Angebots.
Im Leistungsfall sollte man sich bei Regulierungsproblemen fr√ľhzeitig der Hilfe eines Fachanwalts f√ľr Versicherungsrecht bedienen, auch wenn eine Kostenerstattungspflicht des Versicherers erst ab Verzug oder ungerechtfertigter Leistungsablehnung besteht. Manche Versicherer versuchen, dass Leistungsanerkenntnis hinauszuz√∂gern oder unzul√§ssigerweise zu befristen. Gestritten wird in der Praxis ansonsten haupts√§chlich √ľber Falschangaben des Versicherungsnehmers im Versicherungsantrag und um die Zul√§ssigkeit einer Verweisung auf einen vergleichbaren Beruf, den der Betroffene nach √§rztlicher Meinung noch aus√ľben k√∂nnte.  Insbesondere zu den Gesundheitsfragen existiert eine umfangreiche Rechtsprechung, die von einer Nachfragepflicht des Versicherers bei unklaren Antworten ausgeht und grunds√§tzlich zugunsten des Versicherungsnehmers entscheidet, wenn dieser eine Erkrankung dem Versicherungsvertreter mitteilte, die dieser aber nicht in den Antrag aufgenommen hat.  
Joachim Cornelius-Winkler