Cornelius-Winkler
Hube Kemper

Gemeinschaftseigentum (WEG)

RechtsanwÀltin Picaper

Das Gemeinschaftseigentum umfaßt die Bereiche des Hauses, die allen EIgentĂŒmer gemeinsam zur VerfĂŒgung stehen, z.B. die TreppenhĂ€user, ein gemeinschaftlich genutzter Dachboden oder HeizungsrĂ€ume.
Die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums obliegt den WohnungseigentĂŒmern nach Maßgabe der §§ 21 – 25 WEG, dem Verwalter nach Maßgabe der §§ 26 – 28 WEG und dem Verwaltungsbeirat nach Maßgabe des § 29 WEG, sofern ein solcher gewĂ€hlt wurde. „Zur Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums gehören alle Maßnahmen, die auf eine Änderung des bestehenden Zustandes in tatsĂ€chlicher oder rechtlicher Hinsicht abzielen oder eine GeschĂ€ftsfĂŒhrung fĂŒr die WohnungseigentĂŒmer in Bezug auf das gemeinschaftliche Eigentum darstellen“ (BGHZ 121, 22).
Zur Verwaltung gehören also nicht nur die Entscheidungen der WohnungseigentĂŒmerversammlung, sondern auch tatsĂ€chliche Maßnahmen, die eine ordnungsgemĂ€ĂŸe Bewirtschaftung des gemeinschaftlichen Eigentums erfordert (BGH NJR 1999, 2108). Nicht mehr Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums sind der Gebrauch (§ 15 WEG) oder die VerfĂŒgung ĂŒber das gemeinschaftliche Eigentum. Bauliche VerĂ€nderung und Wiederaufbau (§ 22 WEG) können ebenfalls Verwaltung sein. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn die von der Versicherung gezahlte Brandversicherungssumme den Wiederaufbau des gemeinschaftlichen Eigentums vollstĂ€ndig finanziert.
Lorraine Picaper