Cornelius-Winkler
Hube Kemper

Produkthaftung

Zwischen dem K√§ufer und dem Hersteller einer Ware bestehen in der Regel keine unmittelbaren vertraglichen Beziehungen, weil sich Gew√§hrleistungsanspr√ľche nur gegen den Verk√§ufer richten. F√ľr fehlerhafte Produkte, die zu einem K√∂rper-, Gesundheits- oder Sachschaden f√ľhren, kommen aufgrund des Produkthaftungsgesetzes jedoch Schadenersatzanspr√ľche direkt gegen den Hersteller in Betracht. Es handelt sich um eine reine Gef√§hrdungshaftung, d. h. der Gesch√§digte muss kein Verschulden des Herstellers nachweisen, sondern lediglich den Konstruktions-, Fabrikations-, Instruktions- oder Produktbeobachtungsfehler. Der H√∂he nach ist der Schadensersatz beschr√§nkt. Bei Sachbesch√§digungen besteht eine Selbstbeteiligung des Gesch√§digten in H√∂he von 500,- Euro. Die Produkthaftung ist nicht zu verwechseln mit den kaufvertraglichen Gew√§hrleistungsanspr√ľchen wegen Fehlern der Sache selbst, die sich an den Verk√§ufer richten und die im BGB geregelt sind.
Joachim Cornelius-Winkler